Embassy geht Partnerschaft mit Warburg für Lager ein

Das Gemeinschaftsunternehmen errichtet Lager in Chennai, Pune und Bengaluru, um den Bedarf der Automobilindustrie zu decken


10th June, 2015

Der Artikel erschien im Financial Express am 10. Juni 2015 Von – Priyanka Ghosh and Shubhra Tandon


Die globale Privatkapitalgesellschaft Warburg Pincus und der in Bengaluru ansässige Bauträger Embassy Group befinden sich im fortgeschrittenen Verhandlungsstadium über die Bildung eines Joint Venture für den Bau von Lagern, der eine Erstinvestition von 130 Millionen US-Dollar (ca. 8,3 Mia. Rupien) erfordert, so zwei Insider.

Warburg wird 100 Millionen Dollar (ca. 6,4 Mia. Rupien) investieren, während Embassy den Rest beisteuert, gaben die Quellen weiterhin an. Mit diesem Gemeinschaftsunternehmen tritt Embassy in das Lagergeschäft ein. Das Kapital wird für Grundstückskäufe und Baukosten benötigt.
Zuerst errichtet das Joint Venture Lager in Chennai, Pune und Bengaluru, um vorrangig den Lagerbedarf der Automobilindustrie zu decken. Branchenexperten fügten jedoch hinzu, dass Embassy bereits große Pächter aus der E-Commerce-Branche wie Flipkart mit seinen Gewerbebauten bedient und so die neuen Lager im großen Stil auch den Bedarf der Internethandelsbranche decken könnten.

„Es gibt kaum organisierte Akteure im Lagerwesen und genau diese Lücke will Embassy schließen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Technologie, um diese Lager zu managen“, so eine der Quellen. FE konnte nicht ermitteln, welche Gewinnerwartungen die beiden Firmen an das Joint Venture knüpfen.

Einem Bericht von Grant Thornton zufolge haben mehrere private Beteiligungsgesellschaften großes Interesse am Infrastruktur- und Logistikbereich (einschließlich dem Lagerwesen) gezeigt, seit die Regierung Modi im Mai 2014 an die Macht kam – besonders vor dem Hintergrund, dass die Regierung erneut Anreize für den Produktionssektor schaffen möchte.

Jaideep Ghosh, Partner und Leiter (für Transport und Logistik) bei KPMG, sagte, dass Logistik und Lagerwesen in Indien sehr stark zersplittert sind, was viel Raum für den Einstieg indischer und multinationaler Unternehmen in dieses Geschäftsfeld lässt. „Das erwartete Wachstum des BIP, politische Entscheidungen wie die ‚Make in India‘-Kampagne und das für Flughäfen, Häfen und Straßenabschnitte prognostizierte Wachstum werden Logistik- und Lagerflächen in Indien vorantreiben“, so Ghosh.

Indiens Lagerbedarf soll jährlich um 9 % von 85 Mio. Quadratmeter im Jahr 2014 auf 133 Mio. Quadratmeter steigen, so die weltweite Immobilienberatung Knight Frank. In einem Bericht mit dem Titel „India Logistics and Warehousing Report 2014“ (Indischer Logistik- und Lagerwesenbericht 2014) gibt Knight Frank an, dass die zusätzliche Nachfrage nach Lagerflächen bis 2015 auf rund 10 Millionen Quadratmeter geschätzt wird und Investitionen von 150-160 Mia. Rupien pro Jahr nach sich ziehen wird. Knight Frank schätzte die Kapitalrendite in der Lagerbranche allerdings auf 12 % bis 20 %.

Im Übrigen gab Warburg Pincus am 3. Juni eine Investition von 8,5 Mia. Rupien in die Logistikfirma Ecom Express bekannt.

„Es gibt einen deutlichen Bedarf an Logistikkapazitäten in Indien, um die Anforderungen der Internethandelsbranche zu erfüllen, und Unternehmen suchen zuverlässige Dienstleister, die gemeinsam mit ihnen wachsen können“, so Viraj Sawhney, Geschäftsführer von Warburg Pincus India nach der Ankündigung des Geschäfts.